Katharina-Gundrum-Haus


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Montessori bei uns

Montessori

 

Die Mitarbeiterinnen

Der Erzieher begegnet dem Kind mit Liebe, Achtung und Geduld und hat Vertrauen in seine Selbstentfaltungskräfte und seine Fähigkeit, das Tempo seiner Entwicklung selbst zu bestimmen.

 

Wir wollen die Kinder in ihrer ganz individuellen Entwicklung unterstützen

Beispiel: Ein Kind kommt in den Kindergarten und lehnt die angebotene Arbeit mit dem Montessori-Material ersteinmal ab. Es möchte lieber den ganzen Tag knetet, kleben, schnipseln etc. Für uns ist das okay, denn vielleicht wurde dieses Kind ja zuhause schon genug mit ähnlichen Lerninhalten konfrontiert und ist im Moment gesättigt

 

Wir wollen sehen, was den Kindern gut tut und danach handeln

Beispiel: Einige Kinder kommen nach einem verregneten Wochenende mit dem Wunsch in den Kindergarten, sich mal ein wenig austoben zu können. Wir werden in der Turnhalle eine Bewegungsbaustelle aufbauen, um den Kindern so zusätzliche Bewegungsangebote zu ermöglichen.

 

Wir wollen jedes einzelne Kind in seiner Persönlichkeit achten

Beispiel: Ein Kind kommt morgens in die Gruppe und möchte lieber alleine sein. Auch wenn es nach außen hin so aussieht, als würden wir uns nicht um das Kind kümmern, so wird dessen Wunsch nach Ruhe und Alleinsein dennoch respektiert. Wir beobachten das Kind unauffällig und werden versuchen es zu einem geeigneten Zeitpunkt in das Kindergartengeschehen zu integrieren. In den meisten Fällen wird das Kind aber selbst aktiv.

 

Wir wollen die Kinder zu verantwortungsvollem Handeln erziehen

Beispiel: Wir zeigen den Kindern den richtigen Umgang mit der Schere, dem Messer, Streichhölzern, Geschirr usw. und bringen ihnen das Vertrauen entgegen, verantwortungsvoll mit diesen "gefährlichen" Dingen umzugehen.
Die Kinder erfüllen kleine Dienste, wie Spülmaschine einräumen, Tisch decken, Fische füttern.

 

Wir wollen da helfen, wo Hilfe gefragt ist

Beispiel: Jedes Kind, das neu in den Kindergarten kommt, bekommt ein älteres Kind als "Paten" zur Seite gestellt. Dieses ältere Kind hilft dem Kindergartenneuling bei dessen Integration. Es werden Gruppenregeln erklärt, räumliche Orientierungshilfen gegeben, es wird beim Anziehen geholfen, oder auch mal beim Gang zur Toilette begleitet.

 

Um all diese Ziele zu erreichen, sollte im Kindergartenalltag Raum und Gelegenheit gegeben sein, das Kind und die Gruppe intensiv, ohne Vorurteile und in Ruhe zu beobachten. Erst dann können wir situationsgerecht handeln und dem Kind Angebote machen, die seinem Entwicklungsstand entsprechen. Leider ist in der Praxis dazu nicht immer genügend Gelegenheit, da die Rahmenbedingungen in der Kindergartenarbeit oft nicht optimal sind oder nicht optimal genutzt werden können.

 

Die vorbereitete Umgebung, das Arbeitsmaterial und die Spielsachen

Wir verstehen uns als Kindertagesstätte mit dem Schwerpunkt der Montessori-Pädagogik.

Deshalb gibt es in unseren beiden Kindergartengruppen außer dem klassischen Montessori-Material noch eine Reihe von erweiterten Arbeitsmaterialien und solchen Spielsachen, die in jedem Kindergarten zu finden sind. Dazu gehören z. B. die Puppen- und die Bauecke, der Maltisch, einige Puzzles oder bestimmte Regelspiele. Diese Spielsachen widersprechen den Prinzipien der Montessori-Pädagogik nicht und sind bei den Kindern auch recht beliebt.

Der pädagogische Ansatz Maria Montessoris lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen:



Nicht:

Ein Kind ist 5 Jahre alt und sollte wohl endlich mal die Schleife zu binden lernen!

Sondern:

Ein Kind möchte sich gerne selbst die Schuhe zubinden und es besitzt die nötige manuelle Geschicklichkeit. Das Kind kann nun zum Schleifenrahmen greifen und den Erzieher bitten: "Zeig mir, wie das geht!" oder der Erzieher bietet dieses Montessori-Material dem Kind an, um ihm in langsamen Schritten zu demonstrieren, wie es die Schleife binden kann.

 

Die Arbeit des Kindes

Wenn ein Kind zu einem Montessori-Material greift, das es noch nicht kennt, so wird die Erzieherin dem Kind zeigen, wie es mit dem Material arbeiten kann.

Natürlich können die Kinder sich das auch gegenseitig erklären oder abschauen. Die Kinder können so lange mit dem Material arbeiten, wie es ihrem individuellen Lernrhythmus entspricht. Sie dürfen die Übungen sooft wiederholen, wie sie es möchten. Auch das Experimentieren mit dem Material ist erlaubt und erwünscht. Die Erzieherin wird nur dann eingreifen, wenn das Kind nicht mehr sachgerecht mit dem Material umgeht. Wenn sich z. B. den Schuhputzkasten geholt hat und beginnt, die Schuhcreme im Wasser zu baden, oder wenn es mit den Würfeln des Rosa Turms herumwirft.

Wenn ein Kind mit einem Material konzentriert arbeitet, das seinem inneren Bedürfnis entspricht, so darf es unter keinen Umständen gestört werden. Es polarisiert seine Aufmerksamkeit ganz auf sein Tun und diese Konzentration wirkt sich positiv auf die ganze Entwicklung des Kindes aus.

Bei der Arbeit des Kindes ist es auch nicht wichtig, ob uns Erwachsenen diese Tätigkeit sinnvoll erscheint. so kann z. B. ein Kind einen Tisch fünfmal abwischen, auch wenn das schon vorher ein anderes Kind getan hat. Denn dem Kind geht es weniger um die Sauberkeit des Tisches, sondern vielmehr um die Freude an der Bewegung und die Perfektionierung der Bewegungsabläufe.

Bei aller Freiheit im Umgang mit dem Montessori-Material gibt es doch einige Regeln zu beachten. Das Kind darf andere Kinder nicht mutwillig stören, muss sich eine Unterlage (meist ein kleiner Teppich) zur Begrenzung der Arbeitsfläche holen und muss das Material nach Beendigung der Arbeit wieder zurück in das Regal stellen.

   

Kindergarten / Elternhaus

Interessierte Eltern sollten sich inhaltlich mit der Montessori-Pädagogik auseinandersetzen und ihr nahe stehen. Sie sollten abwägen, ob sie sich mit diesem Ansatz identifizieren können und ob sie uns ihr Kind anvertrauen können.

Außerdem sind wir auf die Mithilfe und Mitarbeit der Eltern abgewiesen. Wir bieten ein breitgefächertes und vielfältiges pädagogisches Angebot für die Kinder, das wir ohne Unterstützung unserer Eltern nicht aufrechterhalten könnten.


   

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